Beispiele geförderter Projekte

Förderung des liberalen Gedankengutes und der
Menschenrechte


Menschenrechtsbildung an der Pädagogischen Hochschule Luzern


Im Sinne einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen Entwicklung der globalen Gesellschaft erfüllen die Menschenrechte eine Zukunft sichernde Funktion. Sie sind Basis für die Selbstverwirklichung des Individuums, das sich eingebunden in ein Kollektiv versteht und sich bewusst ist, dass die Entfaltung seiner individuellen Lebensplanung und -vorstellungen nur in einer verantwortungsvoll gelebten Beziehung zum Kollektiv möglich ist.

Seit mehreren Jahren übernimmt unsere Stiftung die Kosten für zwei Absolventinnen/Absolventen des Ausbildungsganges "Menschenrechtsbildung", die aus Ländern kommen, in denen die Menschenrechtslage problematisch ist. Der Lehrgang wird an der Pädagogischen Hochschule Luzern, im Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB) durchgeführt. Die Teilnehmenden werden sorgfältig ausgesucht und sollen nach der Ausbildung als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Menschenrechtsbildung in ihren Herkunftsländern tätig werden.


Hilfe an physisch und psychisch kranke, geistig behinderte, sozial benachteiligte oder alte Menschen, namentlich durch 

  • Unterstützung von Institutionen im In- und Ausland, denen die respektvolle menschliche Pflege und Betreuung ein besonderes Anliegen ist
  • die Förderung von Forschungsprojekten auf dem Gebiete der Psychiatrie und deren Umsetzung in die Praxis im Sinne eines Brückenschlages zwischen Psychiatrie und Intern-Medizin.

Stiftung für Menschen mit seltenen Krankheiten

Jährlich werden am Institut der Stiftung in Schlieren  rund 150 Patientinnen und Patienten aus der ganzen Schweiz mit Verdacht auf eine genetisch bedingte, oft tödlich verlaufende Aortenkrankheit molekulargenetisch abgeklärt. Zudem wird auch Ausbildung und Forschung betrieben. In der Regel übernehmen die Krankenkassen jeweils nur einen Teil der vom Institut erbrachten Leistungen. Menschen, welche die fehlenden Mittel nicht selber aufbringen können, müssen auf die entsprechenden Untersuchungen verzichten, was gravierende Folgen für sie und/oder ihre Nachkommen haben kann. Unsere Stiftung stellt Mittel zur Verfügung, die in einen entsprechenden Fonds eingelegt werden, welcher für solche Härtefälle genutzt werden kann. Zudem finanzieren wir im Jahr 2014 ein laufendes Forschungsprojekt, damit es in der notwendigen Qualität weitergeführt und abgeschlossen werden kann.

Bündnis gegen Depression Ostschweiz

Ziel dieses Projektes ist es, das Wissen von Fachpersonen verschiedenster Richtungen interdisziplinär zu vernetzen und eine Plattform zu bilden zum besseren Verständnis der verschiedenartigen Erscheinungsformen der Depression. Ebenso zentral ist der Ansatz, in der Öffentlichkeit die Kenntnis um die Hintergründe und Erscheinungsformen der Depression zu verbessern. In St.Gallen soll zudem dem Aspekt der Suizidprävention besondere Beachtung geschenkt werden. Verschiedene Kantone haben schon unter Koordination und Mithilfe des Bundesamtes für Gesundheit derartige Grossprojekte umgesetzt. In der Ostschweiz hat der Kanton AR ebenfalls schon erste Schritte gemacht. Im Kanton St.Gallen wurde die Finanzierung – angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons – durch den Grossen Rat abgelehnt. Die Ebnet-Stiftung hat  mit dem Kanton eine Fördervereinbarung abgeschlossen, in der sie sich verpflichtet, die fehlenden Mittel – verteilt über drei Jahre - zur Verfügung zu stellen und dies mit der Auflage, dass angestrebt wird, das Projekt über die Kantonsgrenzen hinaus in einem ostschweizerischen Verbund zu realisieren und dass dem Aspekt der Nachhaltigkeit besondere Beachtung geschenkt wird. Dies ist inzwischen geschehen über die Gründung eines "Ostschweizerischen Forums für psychische Gesundheit", dem neben dem Kanton St.Gallen die beiden Appenzell und das Fürstentum Liechtenstein angehören.

Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Winterthur (zhaw): Qualitäts- und Prozessoptimierung Klinik Balgrist

In den Pflegewissenschaften wird seit einigen Jahren im Rahmen von qualitätssichernden Massnahmen mit dem Konzept der „Clinical pathways“ gearbeitet. Es handelt sich um Prozesse, welche – bezogen auf bestimmte Patientengruppen mit gleichartigen Diagnosen (DRG = Diagnostic relates Groups) – Verfahrensabläufe vorgeben, um die Behandlungsqualität auf einem hohen Niveau zu sichern.  In der Schweiz wird in Spitälern bereits mit diesem Instrument gearbeitet.   Neu am Ansatz der zhaw ist der Umstand, dass nicht mehr ausschliesslich ablauforganisatorisch gearbeitet wird, sondern dass sog. pflegegeleitete Patientenpfade entwickelt wurden. Im Zentrum stehen nicht nur Effizienzfragen und Qualitätssicherungsmassnahmen im medizinischen Bereich, sondern die Patientinnen und Patienten und ihr Beziehungsfeld. So hat die zhaw als Vorleistung bereits derartige Patientenpfade entwickelt. Zentral dabei ist, dass bei jedem Behandlungsschritt (Phase vor Eintritt bis nach dem Austritt) die Sichtweise und Problemfelder der Patientinnen/Patienten mit ihrem Bezugsfeld (meist Angehörige) umfassend einbezogen werden. Dieser Ansatz entspricht in einem hohen Masse unserem Stiftungszweck der respektvollen Pflege.  Die Ebnet-Stiftung finanziert die Umsetzungsphase und den Evaluationsprozess. In der dafür abgeschlossenen Fördervereinbarung verpflichtet sich die zhaw, die Ergebnisse auch anderen Pflegeinstitutionen zugänglich zu machen und die Erkenntnisse breit zu publizieren.

Verein „Chupferhammer“, Ebnat-Kappel: Sanierung/Erweiterung Wohngemeinschaft

Der Verein „Chupferhammer“ betreibt  in verschiedenen Kleinprojekten richtungsweisende Einrichtungen für Beschäftigung und Leben von Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen. Engagierte Leitungs- und Betreuungspersonen führen Kleinbetriebe, die als autonome Lebensgemeinschaften gestaltet sind. Besuche vor Ort haben gezeigt, dass dieses Konzept die bestmögliche Annäherung an das sog. „Normalisierungsprinzip“ erlaubt, also eine weitgehende Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft. Die Ebnet-Stiftung beteiligt sich am Um- und Ausbau eines Bauernbetriebes mit einer derartigen Wohngemeinschaft in Schönengrund. Bei reinen Investitionsvorhaben engagiert sich unsere Stiftung in der Regel nur in den Kantonen SG/AR/AI.
 
Altersheim Augiessen, Widnau

In diesem Altersheim wird – unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde Widnau – ein Entlastungsprogramm für Angehörige demenzkranker betagter Personen angeboten. Das Heim übernimmt während ein bis zwei Tagen pro Woche die Pflege dieser Menschen um den Angehörigen die Möglichkeit zu vermitteln, ihre häufig belastende und schwierige Betreuungsfunktion kurzzeitig abgeben zu können,  um so frische Kräfte zu sammeln. Die Ebnet Stiftung finanzierte über eine Fördervereinbarung das Projekt während 3 Jahren. Die Evaluation verlief positiv und die Anschlussfinanzierung ist geregelt.


Förderung und Ausbildung junger Schweizer im Ausland und ihrer Rückkehr in die Schweiz, namentlich durch

  • Finanzierung von Auslandaufenthalten, Studiengebühren, Forschungsprojekten etc
  • Unterstützung von CH-Institutionen im Ausland

Diesen Stiftungszweck verfolgen wir nicht aktiv. Insbesondere nehmen wir keine Unterstützungsgesuche von Einzelpersonen entgegen, die in der Schweiz leben.